Guatemala, das Land der vielen Farben, der wunderschönen Landschaften, der unterschiedlichen Kulturen und vor allem der Lebensbejahenden Menschen. Nach 1 ½ Jahren vor Ort in Guatemala, habe ich dieses Land mit all seinen Formen und Facetten kennen lernen dürfen. Dieser medizinische Auslandseinsatz war mit vielen Herausforderungen, besonderen Momenten und außergewöhnlichen Begegnungen verbunden.

Die Arbeit der Physiotherapie fand in einem Kinderdorf in einem kleinen Ort, in der Nähe von Antigua, statt. Meine Tätigkeitsbereiche waren vor allem auf die Neuropädiatrie und Traumatologie spezialisiert. So fanden sich mehrfach beeinträchtigte Kinder und Jugendliche ein, die die Versorgung und die unterschiedlichen Therapien in der Klinik erhielten. Neben den physiotherapeutischen Behandlungen konnte ich im Laufe des Jahres nebenher ein Projekt gründen, wobei es sich um die Integration und Therapie für Kinder mit Zerebralparese handelt. Mir ging es vor allem darum, eine Beratung und Schulung von Angehörigen und Pflegepersonal zu schaffen, um die Versorgung, das Handling und die entsprechenden Therapien zu erlernen und diese umzusetzen. Mit den Vorträgen und dem Austausch mit Betroffenen konnte ich auch ein Projekt schaffen, wo auch nach Abschluss meines Jahres die Kinder von dem umsichtigen Umfeld und geschulten Angehörigen profitieren konnten.

Nach dem langen Aufenthalt in Zentralamerika und der Arbeit in Entwicklungsländern, habe ich nicht nur meine spanischen Sprachkenntnisse um vieles verbessert, sondern auch mein Blickwinkel an therapeutischen Interventionen und Möglichkeiten ebenso vergrößern können.